Einspielen im Blasorchester – macht das Sinn?

Mit dieser Frage ist man als Dirigent ständig konfrontiert. Aber wie ist das nun…

Vielleicht sollte zuerst die Begrifflichkeit geklärt werden – denn besser als „Einspielen“ eignet sich für ein richtiges Verständnis der Begriff „Orchesterschulung“. Darum muss es gehen, das ist der Job, denn jeder Dirigent in einem (Amateur-) Blasorchester ständig zu erledigen hat.

Nun bleibt noch die Frage nach dem Wie und Was, ggf. auch nach dem Warum.

Schier unendlich viel Literatur gibt es zu diesem Thema.
Auf einen Autor sei ganz besonders hingewiesen – den Schweizer Musikpädagogen, Dirigenten und Komponisten Hans-Peter Blaser!
Er erachtet die Orchesterschulung als einen wesentlichen Bereich der Dirigententätigkeit. Ein musikalischer Vortrag kann erst dann seine Wirkung voll entfalten, wenn ein Orchester kultiviert und ausgewogen klingt, rein stimmt, präzise zusammen spielt und die stilistischen Anforderungen eines musikalischen Werkes einheitlich realisiert. Aus diesem Grunde schuf er ursprünglich immer wieder neue Übungen für die Orchesterschulung der Ensembles, welche er selber dirigierte.

Durch eine stetige, wirkungsvolle und zielgerichtete Orchesterschulung (Band Coaching) kann das Potenzial des Ensembles sinnvoll genutzt und weiterentwickelt werden. Damit wird die Basis für ein begeisterndes, motivierendes und erfolgreiches Musizieren gelegt. Die Musizierkultur und das Musikverständnis der Musikerinnen und Musiker werden in hohem Maße geprägt!

7 Gründe für die Arbeit mit den Band Coaching Lehrmitteln und Übungssammlungen von Hans-Peter Blaser:
1) Die Ausgaben der Band Coaching Serie enthalten eine Fülle an Übungen, welche optimal für Einspielen, Klangschulung und Intonationstraining geeignet sind.
2) Es werden viel hilfreiche und aussagekräftige Hintergrundinformationen zur Orchesterschulung vermittelt.
3) Zu einzelnen Übungen und Chorälen gibt es ausführliche Analysen und Übungsanleitungen. Damit werden viele wertvolle Anregungen zur Methodik der Orchesterschulung vermittelt.
4) Dank bestens geeigneten Übungssätzen, welche das Ensemble gut zum Klingen bringen, kann die Einspielphase motivierend und wirkungsvoll gestaltet werden.
5) Alle Übungssätze sind durchkomponiert und vermitteln bereits beim Einspielen ein Musiziererlebnis.
6) Dank zielgerichteter Ensembleschulung wird der Grundstein für ein erfolgreiches Musizieren gelegt.
7) Das Verständnis für eine reine Intonation, für Fragen des Klangausgleichs und Tonkultur, sowie des präziseren Zusammenspiels wird erleichtert und gefördert.

Diese Ausführungen beantworten die Frage nach dem „Warum“– die kontinuierliche Orchesterschulung ist für erfolgreiches und vor allem erfüllendes Musizieren unabdingbar.

Und die Antworten auf die Fragen „Was“ und „Wie“ liefert Blaser gleich mit. In seinem umfangreichen Schaffen in der „Band Coaching Reihe“ gibt es ein umfangreiches Programm, welches alle Parameter der Orchesterschulung abdeckt – angefangen vom „Worksheet 1“, über die „Hymns, Songs, Spirituals 1“ bis hin zu den ausführlichen „Band Coaching Bänden 1 – 3“.
Der eigenen Phantasie sind als Erweiterung des Angebotes keine Grenzen gesetzt. Hans-Peter Blaser initiiert so viele Ideen, dass es ein Leichtes ist, die passenden Variationen zur gerade zu probenden Literatur zu finden.

Seit einigen Jahren arbeite ich in verschiedenen Musikvereinen mit dem „Band Coaching Programm“ und habe dabei sehr gute Erfahrungen gemacht.
Die Verwendung der Lehrmittel ist in vielfältiger Art und Weise möglich – egal ob man sich vor einem Auftritt gemeinsam einspielt, oder ob konsequent über mehrere Wochen oder Monate im Rahmen eines Konzertprojektes an der Weiterentwicklung der musikalischen Basis gearbeitet wird. Durch die Vielfältigkeit des Angebotes wird es den Musikern nie fad, oft nehmen sie gar nicht aktiv wahr, dass Basisarbeit gemacht wird, weil sofort Musik entsteht. Ein großer Vorteil ist auch, dass die Schlagwerker in diesen Prozess immer eingebunden sind und so in den Gesamtklang optimal integriert werden können (leider wird in der Praxis auf diese wichtige Instrumentengruppe oft vergessen!).
Bei allen Musikvereinen, mit denen ich gearbeitet habe, hat das „Band Coaching Programm“ eine Weiterentwicklung des Gesamtklanges und der musikalischen Basis gebracht. Besonders wenn zuvor noch kein oder wenig Grundlagentraining gemacht wurde, passiert relativ schnell ein großer Schritt nach vorne. Das Erreichte gilt es dann abzusichern und kontinuierlich weiter zu entwickeln.
Für den Dirigenten bleibt noch die Herausforderung, sich ein gutes Konzept für den Einsatz der „Band Coaching Reihe“ zu erarbeiten, eigene Klangvorstellung zu haben und die Scheu vor Intonationsarbeit abzulegen. Doch auch hier hat Hans-Peter Blaser Anleitungen parat – z.B. mit seinen vordefinierten Zielvereinbarungen für Musikvereine, welche individuell auf die Vorhaben jedes Vereins angepasst werden können.
Und wem das alles noch nicht reicht – Hans-Peter Blaser ist auch ein ausgezeichneter Pädagoge und Referent mit einem breit gefächerten Coaching- und Workshop-Angebot!

Detaillierte Informationen zur „Band Coaching Reihe“ sind auf der Website http://band-coaching.ch/ ersichtlich. Es lohnt sich allemal, einen Blick in das Schaffen von Blaser zu werfen!

Schlussendlich bleibt es jedem Orchesterleiter überlassen, ob und wie er sich diesem Thema widmet. Aber die vorangegangenen Argumente sollten für sich sprechen…

Eine Frage bleibt noch offen: Einspielen im Blasorchester – macht das Sinn?

Einspielen hat nur dann Sinn, wenn man genau weiß warum man es
macht bzw. was man konkret damit erreichen möchte!
(Andreas Spörri)

Und ja – es funktioniert, egal ob im „Unterstufenorchester“ oder „Sinfonischen Blasorchester“ der Höchststufe. Es ist immer Thema!
Also nur Mut, diesen Weg der gezielten Orchesterschulung zu gehen – es lohnt sich!

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